Wie Romeo seine Julia fand und andere Stories

Dass Latein ein modernes Fach mit großem Zukunftspotential ist, liegt vor allem an der oft versteckten, aber sehr weitreichenden Präsenz der lateinischen Sprache und Kultur in unserer Welt. Unsere Verbindungen zur römischen Antike uns wieder bewusst zu machen, gelang einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klassen 7B, 7C und 7E in beeindruckender Weise.

Nachdem sie eine antike Sage ausgewählt hatten, machten sie sich auf die Suche nach deren Spuren in Bildender Kunst, Musik und Literatur. Wie oft begegnen uns doch Medea, die Jason half, das goldene Vlies zu bekommen, Orpheus, der seine verstorbene Gattin aus der Unterwelt befreien will, oder der in sich selbst verliebten Narziss! Sogar Romeo und Julia waren keine Erfindung von William Shakespeare, griff dieser doch auf die antike Vorlage „Pyramus und Thisbe“ zurück.

Der römische Dichter Ovid schrieb die Geschichten um diese Sagengestalten nieder und gab ihnen den Titel „Metamorphosen“ (Verwandlungen). Hatte er sich gedacht, dass 2000 Jahre später Jugendliche seine Texte im Original (Hexameter!) vorlesen, in ihre Sprache übersetzen und die Stilmittel herausarbeiten würden? Diese gar nicht so geringe Herausforderung konnten unsere Lateinerinnen und Lateiner bravourös meistern.

Den krönenden Abschluss dieses Projekts bildeten jedoch die von den Schülerinnen und Schülern nach eigenen Vorstellungen angefertigten Rezeptionen der jeweiligen Sagen. Ihre Werke, die von Collagen, Zeichnungen und Malereien bis hin zu einer Fotomontage und Gips- und Tonfiguren reichten, waren so beeindruckend, dass wir uns entschlossen haben, sie auszustellen.

Die Tatsache, dass die jungen Künstlerinnen und Künstler mit Eifer und Begeisterung an diese Aufgaben herangegangen sind, zeigt eindeutig, wie leicht man sich von der Faszination des Mythos anstecken lassen kann!

Quod erat demonstrandum …!

(Für Nicht-Lateiner: Was zu beweisen war …!)

Mag. Rita Graßl

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